Was ist eigentlich ESG - Einscheibensicherheitsglas?

Einscheibensicherheitsglas ist ein thermisch vorgespanntes Glas. Das Glas wird unter kontrollierten Bedingungen in einem ESG-Ofen auf über 600°C erhitzt und anschließend schnell wieder abgekühlt. Dadurch erhält die Glasoberfläche eine Vorspannung - das Glas ist nun in einem System gleich bleibender Spannungsverteilung. Dadurch wird das Bruchverhalten des Glases wesentlich verändert und die Biegespannung erhöht.


Einscheibensicherheitsglas ist üblicherweise in den Glasstärken 4mm, 6mm, 8mm, 10mm und 12mm erhältlich.


Auch Strukturgläser und Ornament können vorgespannt werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass das Ornamentglas keine Luftblasen enthält (wie z.B. Altdeutsch K).


Einscheibensicherheitsglas hat durch die Vorspannung eine erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit in der Fläche. Wenn es dennoch bricht, zerspringt das Glas in viele kleine, meist stumpfkantige "Krümel". Dadurch wird das Verletzungsrisiko, das bei großen messerscharfen Glasscherben besteht reduziert. Eine Resttragfähigkeit des Glases nach Bruch besteht nicht.


Eine Glasbearbeitung nach dem Vorspannen ist nicht möglich. Glasscheiben aus Ainscheibensicherheitsglas können nicht gekürzt (nicht nachträglich geschnitten) und nicht gebohrt werden.


  • Hohe Festigkeit
  • Widerstandsfähiger gegen Biegebelastung
  • Erhöhte Beständigkeit bei Temperaturschwankungen
  • Reduziertes Verletzungsrisiko bei Bruch durch "Glaskrümelbildung"